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Erklärtes
Ziel des NAK ist es, die Ausdrucksmöglichkeiten und
Positionierungen von Kunst in Gegenwart und Gesellschaft aufzuzeigen.
Der NAK möchte Diskurse aufgreifen und auf ihre innere
Verbundenheit hin testen, und geht dabei mit Künstlern Seite an
Seite, die ihre Zeitgenossenschaft als Motor ihrer Arbeit begreifen.
Interdisziplinäre und genreübergreifende Arbeiten gehen damit
einher. Künstler setzen sich direkt mit der öffentlichen
Meinung auseinander und machen sich die Medien der Werbeindustrie
ebenso wie der politischen Meinungsbildung zu eigen. Damit sprechen sie
nicht nur den Betrachter direkt an, sondern konfrontieren und/oder
unterwandern Politik, Konsumwelt und deren Strategien.
390
€ MG / 490 € Setpreis
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Deutliches Beispiel für diese Art von
künstlerischer Herangehensweise ist
die Jahresgabe von Klaus Staeck
(*1938) von 1997.
Seit den 70er Jahren hat Staeck etwa 300 Plakate entworfen, in denen er
die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Bundesrepublik
kritisch und zutiefst ironisch konterkariert und dabei sämtliche
Register der Plakatgestaltung und des Agitprop im besten Sinne zieht.
Im Poster für den NAK bezieht Staeck durch Zuspitzung und kleine
Sprachverschiebungen im Bildungsdiskurs Position.
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Bei Thomas Locher (*1956), der
mit raumgreifenden Textarbeiten bekannt wurde, funktioniert die
Auseinandersetzung mit Politik und ihrer sprachlichen Manifestation
subtil, aber ebenso prägnant wie bei Staeck. In seiner Arbeit zum
Grundgesetz setzt Locher jedem einzelnen, sachlich formulierten Artikel
eine Kolumne mit gezielt subjektiver Sprache entgegen,
die die Begriffe und Postulate
des Grundgesetzes in einem Fragestrom auf die Bedeutung für den Einzelnen abklopft.
In der Jahresgabe für den NAK von 1998 lassen Sätze wie
„Du wirst es nicht schaffen“, „Man wird dich nicht
lassen“ direkt an
die Modifikation des Asylrechts in den 90ern denken, ursprünglich
eine der Grundfesten der neu gegründeten Bundesrepublik. |
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Isa
Genzken (*1948), eine Künstlerin, die auf kein Medium festzulegen
ist, war bereits auf drei documentas vertreten. Ihr Interesse an
gesellschaftlichen,
politischen und ökonomischen
Bedingungen und Ausnahme- situationen spiegelt sich auch in der
Jahresgabe von 2003 wieder. Sie zeigt einen Clash von Polizei und
Demonstranten aus Vogelsicht, einen Konflikt von Staat und
Bevölkerung, ganz nah herangezoomt. Das völlige Chaos zeigt
die schwelende Unkontrollierbarkeit von sozialen Situationen.
Gleichzeitig hinterfragt Genzken
in diesem Druck künstlerische Produktionstechniken. Mit den
Wellen, die das Papier schlägt, ist auch hier eine
Fragilität, Unvollkommenheit und
Unkontrollierbarkeit angelegt, wie sie oft in Genzkens Werken zu finden ist.
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Andreas Siekmann
(*1961) verlagert seine künstlerische Praxis explizit in den
öffentlichen Raum und sucht den engen Austausch mit dessen Planern
und Benutzern. Sein Thema, die Ökonomisierung und Privatisierung
des Stadtraumes und mögliche Gegenentwürfe, findet auch in
der NAK-Jahresgabe ihren Ausdruck. Für die im NAK 1997 gezeigte
Skulpturenausstellung
„Sonsbeek 93“ entwarf
Siekmann den „Platz der permanenten Neugestaltung“, der die verschiedenen
potentiellen Nutzer eines
öffentlichen Platzes und ihre jeweiligen Interessen in den
Mittelpunkt von sieben fiktiven Platzgestaltungen stellte. Die
Ausrichtung eines Ortes auf eine Benutzergruppe nimmt den Ausschluss
anderer Gruppen in Kauf – eine stadtimmanente Konfliktstellung.
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Ein Volk das solche Boxer hat …
1997.
Piezo-Print.
DIN A 1.
Signiert.
Auflage unbekannt
7,50 €
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GG. Art. 16a (Asylrecht)
1996/1998.
Offsetdruck.
59,4 x 84,1 cm.
Signiert und
nummeriert.
Auflage 100 + 50 A.P.
25 €/ 50 € |
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Ohne Titel
1981/1988.
Offset-Druck, gerahmt.
60 x 50 cm.
Rückseitig datiert und
signiert.
Edition für die INITKunsthalle, Berlin
150 €/ 200 € |
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Platz der Permanenten
Neugestaltung
1993/1997.
Auf Folie kopierte
Zeichnungen, Set aus 7 Folien.
20 x 21 cm.
Auflage 18
300 €/ 350 €
weitere Motive finden Sie hier
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