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zu sammeln. Jahresgaben 2009                                                                                                                                                                                 zurück
Sound

Das Zusammenführen von Kunst und Musik ist ein alter Wunsch. Seit der Antike zeigt er sich in dem mannigfaltigen Bemühen der bildenden Künstler, die auf Leinwand oder Papier gebannte, in Holz oder Marmor erstarrte Musik im Geist des Betrachters erklingen zu lassen. Im 20. Jahrhundert boomte mit Dada, Bauhaus und Fluxus die Grenzüberschreitung dieser Genres. Seit Mitte der 90er Jahre ist das Phänomen als "Crossover" bekannt und bezeichnet eine wichtige ästhetische Strategie, die der NAK immer wieder aufgegriffen hat.

1.800 € MG / 2.200 € Setpreis
             
Wolfgang Müller         William Engelen                 Lucy McKenzie                     Laura Cottingham                         Christian Marclay                         Pieterjan Ginckels  Stefan Hoderlein







Der Musiker und Künstler Wolfgang Müller (*1957), den der NAK Anfang 2009 in einer großen Einzelschau zeigte, ist der Inbegriff des Crossover- Künstlers. Gründungs- mitglied der Postpunkband „Die tödliche Doris“, hat Müller seit jeher die Grenzen sämtlicher Medien gesprengt.
Sein im NAK gezeigtes
Projekt „Séance Vocibus Avium“ beschäftigt sich in Ton und Bild mit ausgestorbenen Vogelarten und zeigt eine besondere Facette im Bemühen, Musik und Ungreifbares sichtbar und erlebbar zu machen.
Der in Berlin lebende, niederländische
Künstler William Engelen (*1964) hat für seine Einzelausstellung im NAK eine Partitur entworfen, die sich in Ton und Text auf die Geschichte und Gegenwart des Aachener Stadtgartens
bezieht. Die Komposition besteht aus einer Ouvertüre und sechs
parallel gesetzten Stücken, welche
gleichzeitig an verschiedenen Orten
aufgeführt werden. Das Publikum des Konzerts ist dazu aufgefordert, individuelle Wege durch den Park zu nehmen und so den Ablauf der Komposition selbst zu bestimmen. Der Plan dieses individualisierten Konzerts ist als Jahresgabe des NAK erhältlich.
Eine der international vielbeachteten jungen Künstlerinnen ist die Schottin Lucy McKenzie (*1977).
 In ihrer ersten institutionellen Einzelausstellung „Brian Eno“ verwandelte sie den NAK 2003 mit trompe l’oeil Wandgemälden
in ein klassizistisches Refugium, dazu zeigte sie eine Installation
aus Zeichnungen, Ton und Licht. McKenzies vielschichtige Auseinandersetzung
mit Sound und Raum
kreist hier um den britischen Musiker,
Pädagogen und Künstler Brian Eno, der als Symbolfigur den Anspruch des Ambient prägte, mit akustischen Mitteln Atmosphären zu schaffen.
Eine visuell starke Edition gibt den Hinweis auf eine Verbindung von Pop und aufgelösten Rollenidentitäten, die
auch oft Thema von NAK Ausstellungen
gewesen sind (so z. B. bei Valie Export 1998, Gender Trouble 1999 oder Kaucyila Brooke 2005). Die New Yorker Kunstkritikerin und
Kuratorin Laura Cottingham (*1963) ist an der Bedeutung von Kunst aus einer gegengesellschaftlichen
Perspektive heraus interessiert. Ihre Jahresgabe für den NAK ist ein Filmstill aus dem 1999 mit Leslie
Singer produzierten Film „The Anita Pallenberg Story“, einer Satire auf die zeitgenössische internationale Kunstszene, in der Cottingham Mick Jagger spielt.
.Die Gruppenausstellung „Wiederaufnahme/
Retake“
, mit der der NAK die Arbeit im neuen Haus im Stadtgarten 2001 wieder aufnahm, zeigte auch Arbeiten des amerikanischen Künstlers Christian Marclay (*1955). Es ist nicht zu gewagt, ihn als den Pionier einer Verschmelzung von
Sound und Kunst zu bezeichnen. Seine Jahresgabe für den NAK setzt sich zusammen aus einer Schallplatte, die Teil einer Installation in der Shedhalle Zürich war, und einem Poster
mit der Installations- ansicht.
Pieterjan Ginckels hatte 2008 seine erste institutionelle Einzelausstellung im NAK. Der belgische
Künstler arbeitet als experimenteller DJ und Musikproduzent und beschäftigt sich in seiner Kunst mit Subkulturen und deren konsequenter Ablehnung
der kommerziellen Brauchbarkeit.
Für die Ausstellung im NAK hat Pieterjan Ginckels die Installation „1000 Beats/1 Beat“ entwickelt. Der als Endlosrille gepresste „Beat“ wird simultan auf mehreren Plattenspielern
abgespielt und ergibt einen Klangteppich,
der als akustische Skulptur soziale Netzwerke darstellt. Neben dieser Single, deren Cover von den
norwegischen Design- Stars grandpeople
gestaltet wurde, umfasst die Jahresgabe eine Blankoplattenhülle mit einer Zeichnung des Künstlers.

Der Düsseldorfer Künstler Stefan
Hoderlein
(*1961) arbeitet in popkulturellen
Zusammenhängen. Ausgangsmaterial
seiner Kunst ist „unsere
Kultur“, die er in bedruckten Feuer- zeugen, Partyflyern, Kleiderstücken und Magazincovern sammelt. Kernstück seiner Leidenschaft ist aber das bewegliche oder wenigstens durchscheinende Bild (Film & Dia), das auch seine Einzelausstellung im NAK 1997 dominierte. Mit „Man Dance Years“ spielt er ironisch auf die Maßeinheit der „man-hours“ („Mannarbeitsstunden“)
an, die im modernen
Projektmanagement verwendet wird.

Neuseelandwachtel
2008.
Buntstift, Bleistift auf Papier, Prägung, gerahmt.
30x21cm.
10 Unikate

450 €/ 550 € 

weitere Motive hier
Wanderwege
2003.
Duoton-Druck.
60 x 84 cm.
Signiert und nummeriert. Auflage 30

200 €/ 300 €
Brian
2003.
Siebdruck.
85 x 55 cm.
Auflage 15 + 2 A.P.

800 €/ 900 €
Play with Fire (Close-Up)
2000.
Videostill aus dem Film ,,The Anita Pallenberg Story“.
C-Print.
37,5 x 50 cm.
Auflage 10 + 2 A.P.

375 €/ 425 €
Footsteps
1989.
Schallplatte und Poster der Installation in der Shedhalle, Zürich.
12“ + Din A 1.
Auflage 10 für den NAK

20 €/ 25 €
One beat
2007.
7" Vinyl-Platte.
18 x 18 cm.
12" Plattencover mit Zeichnung.
31,5 x 31,5 cm.
Auflage 7" Platte
500. Auflage 12" Plattencover 8

300 €/ 350 € 
Man Dance Years
1997.
 Laserkopien von Partyflyern, Folienmontage.
Signiert und nummeriert. Auflage 5

150 €/ 200 €
 

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