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zu sammeln. Jahresgaben 2009                                                                                                                                                  zurück

Supernature
Der menschliche Blick auf die Landschaft und die Natur, sowie die mit ihnen verknüpften Idealvorstellungen – das Paradies, das Erhabene – und deren Reflexion spiegelt sich in Jahrhunderten von künstlerischer Tätigkeit wieder. Nicht zuletzt thematisieren Künstler den menschlichen Eingriff in die Natur, die Dichotomie von Kultur und Natur. Übergangs- und Grenzsituationen wie die Peripherien der Städte, der häusliche Garten, die Topfpflanze im Wohnzimmer, interessieren die Künstler der jüngeren Generation. Die künstlerischen Positionen, die im NAK vertreten waren und sind, folgen häufig einem Konzept, das sich in Serienhaftigkeit oder Langzeitstudien niederschlägt.

1.900 € MG / 2.300 € Setpreis
Una Hunderi         Sebastian Stumpf                 Michael Kunze                     Stefan Löffelhardt                         Joachim Brohm                        




Die junge norwegische Fotografin Una Hunderi (*1971) umkreist seit Jahren kritisch die Themen Natur und Landschaft. Titel ihrer fotografischen Serien wie „Supernature“ und
„Domestic Landscapes“ sprechen für sich. Mit einem ironischen Blick inszeniert
sie Klischeevorstellungen von
Natur und von Norwegen – die rotwangige Blonde im Norwegerpulli, das Eichhörnchen mit Blumenstrauß.
„Swamp Valley“, die Jahresgabe für den NAK von 2008, stammt aus der Serie „The Nature Pictures“. Hier manipuliert Hunderi die vermeintlich unberührte Natur zu einer süßlichkitschigen Idylle.

Auch Sebastian Stumpf (*1980), der sowohl mit Video, Performance als auch Fotografie arbeitet, stellt in
seiner Serie „Safari“ die Vorstellung von der Großwildjagd auf den Kopf.
Seine wie aus dem Vorstadtzug aufgenommenen
Landschaften zeigen nur allzu deutlich, dass der Mensch
um die Ecke lauert – da sind die Äcker, Strommasten, Windräder und Gleise. Der erhaschte Blick auf die scheuen Rehe macht die Abwesenheit von „Natur“ nur umso deutlicher, denn die Serie zeigt zugleich die
Allgegenwärtigkeit dieser Art von Stadtlandschaft. Stumpf hat die Jahresgabe jeweils als Set von zwei Prints für den NAK 2006 gestiftet.
Mit „Ohne Titel (Andros Südküste)“ von Michael Kunze (*1961), der wohl eher als Maler international bekannt
ist, liegt eine weitere fotografische Arbeit vor, die als Serie konzipiert ist. Die von Kunze in Schwarzweiß
fotografierten Sonnenuntergänge auf der griechischen Ferieninsel Andros, die man von Urlaubspostkarten
eher in knalligen Farben und
sicherlich ohne Wolken kennt, vermitteln eine Idee von Erhabenheit, doch auch hier ragen immer wieder Stromleitungen, Fischernetze und Zäune ins Bild. Kunze interessiert vor allem das
atemberaubende, malerische Spiel von Licht und Schatten. Sonne, Wolken und Meer lassen ein faszinierendes,
abstraktes Bild von Flecken,
Streifen und Flächen entstehen.
Stefan Löffelhardt (*1959) gestaltet aus Wegwerf- und Baumaterial utopische Landschaften. Aus Plastikplanen, Gips, Schaumstoff, Metall etc. entstehen skulpturale und installative Arbeiten, die der Betrachter „durchwandern“ kann. Mit der wechselnden
Perspektive löst Löffelhardt
die zentrale Komposition auf, die Elemente werden gleichwertig. Mit der Fotografie transformiert der Künstler seine plastischen Werke in ein anderes Medium, in dem die
kunsthistorischen Referenzen zur holländischen Landschaftsmalerei des 17. Jh. oder zur Romantik noch deutlicher werden. Auch das im Set enthaltene Foto des Geige spielenden Künstlers im Atelier, der mit dem Rücken zum Betrachter vor der Wand
sitzt, zitiert den romantischen Mythos vom Künstlergenie.
Die kunsthistorische Referenz zu Pieter Brueghel d.Ä. ist in der Jahresgabe von Joachim Brohm (*1955) aus dem gleichen Jahr offensichtlich.
Diese Aufnahme aus dem
Jahr 1982 ist im letzten Jahr seines Studiums in Essen entstanden und zeigt schon in einer so frühen Arbeit das Interesse des heute international bekannten Fotografen an unprätentiöser,
dokumentarischer Fotografie und perfekter Komposition. Brohm hat sich durch seine Langzeitstudien unspektakulärer,
vergessener Orte einen Namen gemacht. Seine letzte
Fotoserie „Culatra“, auf einer Insel vor der Algarve entstanden, ist Zeugnis
einer stets im Wandel begriffenen, völlig Klischee-freien Insellandschaft
und -gesellschaft am Rande Europas.

Swamp Valley
Aus der Serie „The nature pictures“.
1998/2008. 
Aludibond.
30 x 20 cm.
Signiert und nummeriert.
Auflage 5 + 2 A.P.

800 €/ 1.000 €

Rehe (E-Xlla)
Aus der Serie „Safari“, seit 2005.
2006.
C-Print hinter Acrylglas,
zweiteilig.
28 x 29 cm.
Signiert und
nummeriert.
Auflage 12 + 3 A.P.

270 €/ 320 €

weiteres Motiv hier
Ohne Titel (Andros Südküste)
2003.
S/W Barytabzüge, Serie von
9 Fotografien.
 42 x 29,7 cm.
Auflage 10

220 €/ 260 €
AC-BL-2.38, AC-BL-2.40,
AC-ISW-1.04

2002.
C-Print, Set von 3 Prints,
gerahmt.
36 x 48 cm.
Nummeriert.
Auflage 10

700 €/ 900 €

weitere Motive hier
Essen
1982.
C-Print.
24 x 30 cm.
Signiert
und nummeriert.
Auflage 30, davon 15 für den NAK

450 €/ 500 €
 

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