Ausstellung: 1. Juni - 13. Juli 1997
Eröffnung: Samstag, 12. Juli, 20 Uhr
Vortrag und Diskussion: Edith Decker - Zur Geschichte von Video- und Diakunst
Vom
1.Juni - 13.Juli 1997 zeigt der Neue Aachener Kunstverein NAK eine
Einzelausstellung des Düsseldorfer Künstlers Stefan Hoderlein
(*1961). Hoderlein, der in letzter Zeit vor allem duch seine
Videoprojektionen auffiel, wird in Aachen seine Sammlung
‚20001‘ präsentieren. ‚20001‘
ist eine Anspielung auf Stanley Kubricks Film ‚2001‘,
in dem
die Menschheit der Zukunft den ersten Schritt auf eine höhere
Bewußtseinsstufe macht. Ferne Zukunft? ‚20001‘ ist
das Projekt einer Bildersammlung aus der Jetztzeit.
Thema und
Material von Hoderleins Arbeit ist ‚unsere Kultur‘.
Hoderlein sammelt Mengen von Teilstücken der Kultur, bedruckte
Feuerzeuge, Banalweisheiten aus Zeitschriften, Kleidungsstücke,
Coverseiten seiner Lieblingsfernsehzeitung, Flyer für Parties.
Gesammelt oder erfunden, die Stücke werden überarbeitet und
neu geordnet. Hoderlein entwickelt eine eigenwillige bildersprachliche
Übersetzung und Verarbeitung kultureller Erscheinungen und
Ereignisse.
Während im Neuen Aachener Kunstverein die Sammlung
‚20001‘ zu sehen ist, werden an drei anderen Orten in Aachen,
am Fenster eines Ladenlokals in der Innenstadt sowie im Foyer der RWTH
und der FH Aachen verschiedene Ausschnitte aus Hoderleins Videosammlung
gezeigt. Zudem wird an mehreren Abenden die 40-minütige
Tonbildschau ‚Zauber der Operette oder: Höre das Klatschen
einer einzelnen Hand‘ (1984-86) im Kunstverein vorgeführt
(alle Termine siehe Einladung).
Das Ausstellungsprojekt wird
gefördert durch die Stiftung Kunst und Kultur des Landes
Nordrhein- Westfalen. Die Realisierung der Präsentation wurde
unterstützt durch die Firma Archivtechnik Kunze, Calw und die
Firma Audiophil Foto, Aachen.
Anläßlich der Ausstellung
wird im Sommer ein Katalogbuch von Stefan Hoderlein herausgegeben, das
als 86. Katalog im Förderprogramm ‚Kataloge für junge
Künstler‘ der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
erscheint.
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