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1. Februar - 15. März 1998
Eröffnung: Samstag, 31. Januar 1998, 20 Uhr
Franz Ackermann, geboren 1963 in Neumarkt St. Veit, lebt und arbeitet in
Berlin. Ausstellungen (Auswahl) : Galerie Neugerriemschneider, Berlin;
Galerie Mai 36, Zürich; Portikus Frankfurt; Städtische
Galerie Nordhorn; Gavin Browns Enterprise, New York; Galerie Fons
Welters, Amsterdam.
1997 erhielt Ackermann den Kunstpreis der Stadt Nordhorn.
Franz
Ackermann zeichnet, malt und fotografiert als Reisender. 1991/92
verbrachte er ein Jahr in Hong Kong und dem umliegenden asiatischen
Raum, anschließend reiste er durch Amerika und Australien, um aus
den Eindrücken, Erfahrungen und Erinnerungen dieser Kulturräume
visuelle Bilder zu entwerfen.
Ackermanns Zeichnungen und
Gemälde bilden nicht die sichtbare Realität ab, keine
authentischen Landschaften oder Stadträume. Unter Serientiteln wie
"mental maps" und "evasions" zersprengt Ackermann jede Ahnung von
perspektivischer Einheit. Er stellt hochkomplexe Gewebe her, die wie
überladene Kartografien der mentalen Gegenwart erscheinen:
Architekturbilder, Landschaftsfragmente, Ornamente und Farbräume
treffen in seinen topografischen Strukturen zusammen und
verknüpfen sich zu Projektionen entropischer Erinnerungs- und
Vorstellungsbilder.
Im Neuen Aachener Kunstverein NAK realisiert
Ackermann ein Projekt, das eine neue Dimension seiner Arbeit vorstellt:
Präsentiert wird ein eigens entworfener Raum, in dem neue
großformatige Gemälde gleichwertig mit Fotografien und
Verspiegelungen zu einer Art filmischer Endlosschleife verbunden sind.
"Songline" zitiert die Tradition des großen Panorama-Gemäldes als eine zersprengte Suggestion. Zugleich wird hier ein
räumliches Konzept von Malerei erlebbar, das wohl zuletzt in
Räumen von James Rosenquist oder Sigmar Polke erprobt worden ist.
Zur
Ausstellung erscheint eine Publikation in Form einer Postkartenedition
mit 50 unterschiedlichen Motiven, die einzeln und komplett als Set
angeboten werden.
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