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Samstag, 1. Juli 19.00 - 22.00 Uhr
Zum
Abschluss des euregionalen Gemeinschaftsprojekts SMOKKEL 1999/2000
findet, wie bereits angekündigt, eine zweiteilige
Präsentation im Provinciaal Centrum voor Beeldende Kunsten Hasselt
und im Hedah Centrum voor Hedendaagse Kunst Maastricht sowie eine
Round-Table-Diskussion im Neuen Aachener Kunstverein statt. Wir
möchten Sie auf diesem Weg nochmals auf diese Veranstaltungen
aufmerksam machen und bitten Sie um Ankündigung. Für
Interviews und weitere Informationen stehe ich Ihnen heute und morgen
gerne zur Verfügung - wir würden uns freuen, wenn mit Ihrer
Hilfe eine breite regionale Aufmerksamkeit gelingen könnte!
SMOKKEL
1999/2000 war ein geheimnisvolles Projekt, bestehend aus einer Serie
von 15 unangekündigten Aktionen im öffentlichen Raum, welche
in einem Zeitraum von rund 8 Monaten in verschiedenen europäischen
Städten stattfanden. In Aachen realisierte beispielsweise Sophie
Ernst im Dezember 1999 eine "Lightwalking" Performance am frühen
Morgen, die von überraschten Passanten wahrgenommen wurde. Im
Mai/Juni 2000 folgte eine mehrwöchige Nutzung des ehemaligen
Zollkiosks Köpfchen an der deutsch-belgischen Grenze als Sitz der
Agentschap/Agentur von Kobe Matthys aus Brüssel, eines
interaktiven Datenbankprojekts zur Erfassung von Situationen und
Veränderungen an europäischen Grenzen. Desweiteren startete
der Luxemburger Künstler Antoine Prum im Juni 2000 eine
Werbeaktion für Deep Blue in der Aachener Innenstadt, welche indes
eine fiktionale Wende erhielt - ob sie stattfand, was wirklich
passierte, niemand wird es je erfahren.
Alle Aktionen waren
für eine zufälliges Publikum und das Medium der Reportage
bestimmt, nunmehr ist jede dokumentiert und der breiten
Öffentlichkeit zugänglich.
In der abschließenden
Diskussion werden Teilnehmer des Projekts und eingeladene Gäste
über Ideen und Erfahrungen in SMOKKEL 1999/2000 debattieren. Im
Zentrum steht die Rolle des Publikums: Ausgehend von den realisierten
Aktionen sollen Fragen zur Bedeutung des Publikums in der aktuellen
Kunst thematisiert werden. Es geht um Begriffe der Öffentlichkeit,
um öffentlichen Raum, öffentliche Aufmerksamkeit und
öffentliche Auseinandersetzung als Zielpunkte künstlerischer
Strategien sowie um deren Befragung von außen.
Die
Diskussion wird als ein großer runder Tisch inszeniert, an dem
sowohl Eingeladene als auch Publikum sitzen bzw. aktiv teilnehmen.
Moderatoren sind Susanne Titz (NAK) und Marion Hohlfeldt (Paris,
Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin, zuletzt Retrospektive Jochen Gerz
Kunsthalle Kiel/Kanada, Herausgeberin der Internet-Zeitschrift
Odradek); Diskussionssprache ist englisch. |