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ab. 1. Juni 2001

Daniel Pflumm "light box", Franz Ackermann "a house with a garden", Natalie Czech Arbeiten aus der Serie "anderswo"

Der NAK läutet den Umzug in sein neues Haus im Aachener Stadtgarten ein. Die letzte Ausstellung in der Rudolfstraße steht im Zeichen der Veränderung und präsentiert bis zum Auszug im Oktober eigens für den NAK entworfene Werke zum Thema.

Daniel Pflumm "light box"
Die Ausstellungsräume werden von einer Installation aus Umzugskartons eingenommen: 1.110 Stück im Din-Format, produziert nach einem Entwurf des Berliner Künstlers Daniel Pflumm.

Franz Ackermann "a house with a garden"
An den Wänden rundherum befindet sich eine fotografische Serie des in Berlin und Karlsruhe lebenden Künstlers Franz Ackermann: 20 Motive ‚A House With a Garden‘ - weltweit.

Während der kommenden Monate wird sich diese Installation mit den voranschreitenden Umzugsarbeiten des NAK verbinden und es werden weitere Arbeiten anderer Künstlerinnen und Künstler hinzukommen. Die Vision der neuen Umgebung wird dabei stets konkreter werden ....

Am Samstag, den 1. September um 20 Uhr zeigt Natalie Czech Arbeiten aus der Serie "anderswo":

Natalie Czech zeigt im NAK Fotos von den verlassenen Häusern im Braunkohlerevier Garzweiler II. Die junge Künstlerin studiert bei Thomas Ruff in Düsseldorf, der über ihre Serie, die außerdem in einem Buch veröffentlicht wird, folgendes schreibt:

"Ehemals bewohnte Häuser mit gepflegten Gärten sind verlassen, verfallen und zeigen deutliche Spuren der Zerstörung. Ähnlich einem Detektiv streift Natalie Czech durch die Gebäude und hält die vergänglichen Hinterlassenschaften der Bewohner und ihres häuslichen Lebens fest.
Der Betrachter versucht die Räume zu rekonstruieren und sich die ehemaligen Bewohner vorszustellen. Das einst dort verbrachte Leben entsteht einzig im Kopf des Betrachters, läßt sich aber nicht in seinem Wahrheitsgehalt verifizieren. Die Bilder werden so nicht zu einer Dokumentation gelebten Lebens, sondern [..] zu einem Spiegel der eigenen Erinnerung."

Im Rahmen des Themas "Architektur" wählte der NAK die Beschäftigung mit der verlassenen, der zurück gelassenen Architektur. Die Künstlerin beschäftigt sich mit den Spuren, die die Bewohner zurück ließen. Noch immer ist unklar, ob die Umsiedlungsmaßnahmen der Dörfer um Garzweiler nicht vollkommen umsonst sind, da die Realisierung des Tagebaus in Frage steht.

Und so sind nun alle Mitglieder, Interessenten und Liebhaber dazu aufgefordert, sich inspirieren zu lassen: Franz Ackermann, Daniel Pflumm, Nathalie Czech und der NAK bieten die Werke der letzten Installation zum Erwerb an. (vgl. Jahresgaben 2001)

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