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14. Oktober - 2. Dezember 2001
Konzeption:
Ulrike Groos und Susanne Titz
Dave Allen, Andrea
Bowers, Annika Eriksson, Rodney Graham, Christian Marclay, Hans Niehus,
Adrian Piper, Slave Pianos
Das
Zusammenführen von Kunst und Musik ist ein alter Wunsch. Seit
der Antike zeigt er sich in dem mannigfaltigen Bemühen der
bildenden Künstler, die auf Leinwand oder Papier gebannte, in
Holz oder Marmor erstarrte Musik beim Betrachter erklingen zu lassen.
Im 20. Jahrhundert (mit Dada, Bauhaus und Fluxus) boomte die
Grenzüberschreitung dieser Genres. Seit Mitte der 90er Jahre
ist das Phänomen als "Crossover" bekannt und bezeichnet eine
erneut wichtige ästhetische Strategie.
"Wiederaufnahme"
lautete bereits der Titel einer CD, die von Raimar Stange und Ulrike
Groos als dritte Ausgabe der Musikzeitschrift "because tomorrow comes"
konzipiert wurde, einer Reihe, die seit 1998 von der
Künstlerin Kyra Stratmann in Köln herausgegeben wird.
Das breite Thema der wechselseitigen Grenzüberschreitungen
von Bildender Kunst und Musik wurde in dieser CD auf den Moment der
Nachfolge konzentriert - auf die Übernahme und Verwendung von
musikalischem Material durch die Mittel Zitat, Nachahmung oder
Verfremdung. Die Idee, diese akustischen Werke in einer Ausstellung
darzustellen, lag insofern nahe, als die auf der CD beteiligten
Künstler nicht in erster Linie Musiker sind, sondern Maler
oder Bildhauer, Performance- oder Videokünstler, deren
künstlerische Bearbeitungen, Neu- und Umkodierungen erst in
einer Ausstellung ihre umfassende visuelle und auditive
Präsenz offenbaren.
Im Ausstellungsvorhaben
des NAK wurde die Auswahl der Künstler dahingehend
verändert, als hier nicht nur ein Blick auf die
Möglichkeiten von "Musik-Zitaten", auf Fragen nach
Autorenschaft, Original und Einmaligkeit seit den 90er Jahren geworfen
wird. Vielmehr finden auch historische Positionen
Berücksichtigung, die Vorläuferfunktion besitzen und
Kontinuitäten aufzeigen.
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