


|
Austellung:
26. September - 21. November 2004
Eröffnung: Samstag,
25. September 2004; 20:00 Uhr, Artisttalk: 18:00 Uhr; Samstag, 02.
Oktober 2004, Kunstroute Aachen, Temporäre Skulptur von Ulrich
Strothjohann im Stadtpark, 16:00 Uhr.
Der
in Köln lebende Künstler Ulrich Strothjohann (*1954)
gehört zu den bekanntesten und zugleich wenigst bekannten
Künstlern der rheinischen Kunstszene - dieser Widerspruch
zeigt sich, wenn man die vielfachen Gruppenprojekte, die
Präsenz in internationalen Ausstellungen und die zentrale
Funktion Strothjohanns in Werken des Ateliers Martin Kippenberger
betrachet, doch zugleich in der Vita dieses Künstlers
lediglich eine institutionelle Einzelausstellung findet (1996 im
Musée d"Art Moderne et Contemporain Genf).
Der
NAK will in einer gemeinsam mit dem Künstler entworfenen
Einzelpräsentation die besonderen künstlerischen,
gedanklichen und formalen Qualitäten seines Werks darstellen. Es
gilt hierbei, die spezifische Dimension von Strothjohanns skulpturalen
Arbeiten zu vermitteln: Sie sind stets objekthaft autonom und
signalisieren zugleich Realitätsbefragung: Die eingesetzten
Materialen, die Werktitel, sowie die Objektkonstellationen erzeugen
Ebenen von Modellhaftigkeit, durch Betrachtung zu ergründende
Erklärungslinien, Interpretations- und Narrationsketten, die
im abstrakt reflektierten Alltag beginnen und in experimenteller
Philosophie enden.
Ulrich Strothjohanns Ausstellung
im NAK wird gefördert durch das Ministerium für
Städtebau und Wohnen, Kultur, Sport des Landes NRW. Es wird
ein Katalog erscheinen, der die Entwicklung des Werks von Ulrich
Strothjohann darstellt und hierbei auch die über lange Jahre
zu beobachtende Zurückhaltung eigener Werkidentität,
Funktionen von Gruppenarbeit, von aufgelöster Autorenschaft
und in sich gesetzter Objektwirkung diskutiert. In Ausstellung und
Katalog wird sich ein künstlerischer Werkbegriff vermitteln,
der von neuartigen Wertsetzungen des späten 20. Jahunderts
definiert wurde, neue Kriterien der Aussage und der auktorialen Rolle
vermittelt und vermutlich erst jetzt in einem Blick mehr als eine
Dekade seines Wirkens, diskutiert und seiner Bedeutung demonstriert
werden kann.
|