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Ausstellung:
10. April - 12. Juni 2005
Ausstellungseröffnung: Samstag, 9. April 2005 um 20 Uhr im NAK
Führungen: jeweils Sonntag, 15 Uhr, am 17. April / 8.Mai / 22.
Mai / 5. Juni
Die Ausstellung Sebastian Ludwig Ablenkung / Christoph Schellberg
Fleurs du Mal zeigt mit den Werken der beiden in Düsseldorf
arbeitenden Künstlern malerische beziehungsweise zeichnerische
Positionen, die sich einerseits mit kunstimmanenten Problematiken der
figurativen künstlerischen Gestaltung auseinandersetzen - wie
beispielsweise die Reflexion über Maltechniken oder die
Behandlung
des Porträts - und dabei andererseits ganz
eigenständige
künstlerische Welten entstehen lassen.
Sebastian Ludwig (*1977) beschreitet in seiner ersten institutionellen
Ausstellung mit seinen großformatigen Bildern aus seiner
Serie
Ablenkung einen neuen Weg in der Maltechnik, da er fast völlig
auf
den Einsatz eines Pinsels verzichtet und stattdessen mit einem
Klebeband, nachdem er eine klare Vorzeichnung auf die Leinwand
aufgebracht hat, diese Formen "nachzeichnet". Hinter die Abklebung
lässt der Künstler dann entweder Acryl- oder
Ölfarbe
laufen, die sich aufgrund ihrer jeweiligen Beschaffenheit
unterschiedlich auf der Fläche der Leinwand verteilen und
daher
dem Künstler die Möglichkeit geben, die Ausbreitung
sowie
Intensität der Farben bewusst zu kontrollieren. Die so
entstehenden Bildräume lassen sich, obgleich sie teilweise
motivische Anlehnungen aus mittelalterlichen Jagdbüchern
beziehen,
weder zeitlich noch räumlich genau verorten, sondern schaffen
Bildwelten, in denen sich zumeist Hunde - auch als
Stellvertreterfiguren des Menschen verstanden - in
merkwürdigen
architektonischen oder natürlichen Räumen tummeln,
miteinander spielen oder sich gegenseitig jagen.
Christoph Schellbergs (*1973) Zeichnungsserie Fleurs du Mal, die aus
der Idee von "Telefonzeichnungen" entstanden ist, bildet den formalen
und inhaltlichen Ausgangspunkt der malerischen Auseinandersetzung des
Künstlers mit seinen Blumenbildern. In den Zeichnungen, die
erstmals in diesem Umfang in einer Ausstellung zu sehen sind,
experimentiert der Künstler mit einem Formenrepertoire, das
aus
kleinen Köpfen und primären Geschlechtsmerkmalen
obsessive
Blumenblüten entstehen lässt, die oftmals in einer
Art
Collage von fliegenden Augen und Sonnenstrahlen umgeben sind. Ironisch
und verspielt schaffen sie so ein humorvolles Vokabular, das dann
wiederum zur Grundlage der Blumenmalereien avanciert, die der
Künstler, in Anlehnung an seine Porträtserie, zu
individuellen Blumenporträts inszeniert.
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