FERGUS FEEHILY
Makeshifts and Endpapers
11. Mai
– 06. Juli 2008
Eröffnung:
10. Mai 2008, 20 Uhr
Künstlergespräch:
10. Mai 2008, 19 Uhr
Führungen
Sonntag,
jeweils 15 Uhr, am 25. Mai und 8. Juni
Katalogpräsentation
06. Juli,
19 Uhr
Die
abstrakten, kleinen Arbeiten des irischen Künstlers Fergus
Feehily (*1968 in Dublin) wirken auf den ersten Blick bescheiden und
zurückhaltend.
In ihrer Formsprache lassen sie sich auf den ersten Blick leicht in die
Schule
der Abstraktion einordnen, die einem heutzutage innerhalb des Mediums
der
Malerei, leicht altmodisch und zurückgewandt erscheint.
Nähert man sich den
unaufdringlichen, ganz mit sich selbst beschäftigten Arbeiten
von Fergus
Feehily jedoch intensiver, so erkennt man deren Frische und
Neuartigkeit. Der
strenge, erhabene Ernst, der der abstrakten Kunst oft nachgesagt wird,
wendet
sich hier zur Abbildung einer Wesenheit mit vollständig
eigenem Charakter, die
steter Bewegung und Veränderung unterliegt.
Die
Formen geben sich symmetrisch und
streng-formal, haben aber
jeweils einen Dreh,
der ihnen eine
leise Ironie und feinen Witz
verleiht. Diese Kombination aus analytischer, abstrakter und
emotionaler
Komponente, erinnert an späte Formen der Abstraktion, wie z.
B. im Werk von Raoul
de Keyser, die zwischen subjektivem abstrakten Expressionismus und
objektivierender Farbfeldmalerei oszilliert, weist aber zugleich eine
neuartige
und junge Herangehensweise im Themenfeld Abstraktion hin.
Besonders
wichtig scheint in diesem Zusammenhang auch der
langjährige Aufenthalt von Fergus Feehily in Japan, wo er an
der Tokyo National
University of Fine Arts and Music von 1998-2002 mit der
linienorientierten
Ästhetik der japanischen Kunst vertraut geworden ist. Seine
Kunst erscheint
unter diesem Aspekt auch als eine moderne Verbindung von westlicher und
östlicher Kunst.
Fergus
Feehily
Makeshifts and Endpapers
Die Publikation zur
Ausstellung enthält einen Text von Declan Long und zahlreiche
Abbildungen zur
gesamten Ausstellung.
Dt./Eng., 32 S., Hrsg,
NAK Aachen 2008, Preis MG 22 EUR / 25 EUR