Vernissage: 21.01.2023, 19 Uhr
Ausstellung: 22.01. – 12.03.2023
Finissage: 11.03.2023, 18 Uhr

Begrüßung: Dr. Werner Dohmen (Vorstandsvorsitzender NAK)
Einführung: Maurice Funken (Direktor NAK)

Der NAK Neuer Aachener Kunstverein freut sich mit Future Nostalgia die erste institutionelle Einzelausstellung der Künstlerin Joëlle Dubois präsentieren zu dürfen.

Joëlle Dubois ist eine genaue Beobachterin der heutigen Gesellschaft. Und ihrer selbst. Die Geschichten, die ihre Werke erzählen, sind daher beides: zugleich allgemein gültig und persönlich. Die Gemälde der Künstlerin sind stark von persönlichen Erinnerungen und Erfahrungen beeinflusst und dringen vor in die Bereiche von Weiblichkeit, Fruchtbarkeit, Verlust und Sexualität, die symbolisch in die Bilder eingeschrieben sind und darauf warten, entschlüsselt zu werden.

In ihren stark von der nichtwestlichen Kunst und Kultur inspirierten Arbeiten verhandelt die belgische Künstlerin darüber hinaus die Absurditäten der Selbstdarstellung nach vorangegangener vermeintlicher Selbstoptimierung des Körpers, die voyeuristischen Aspekte der Digitalisierung durch die sozialen Medien, explizite Szenen aus dem privaten Bereich, seltsame Situationen und Wendungen des Lebens sowie die eigentümliche Erfahrung des Menschseins im Allgemeinen. Ihre zumeist weiblichen Protagonist_innen sind multiethnischer Herkunft und widersprechen oft den gängigen, da normierten Schönheitsidealen. Die Darstellung der weiblichen Form fasziniert die Malerin, sie sehnt sich danach, den Körper zu normalisieren, Body Positivity darzustellen.

Dubois’ Arbeiten sind zudem gekonnt gespickt mit Anspielungen auf die Kunstgeschichte: Zitate berühmter Werke, Maler_innen, Kompositionen oder Stile sowie die ikonografische Verwendung von Symbolen sind keine Seltenheit. Zudem ist die Künstlerin dem heutigen Zeitgeist verschrieben, popkulturelle Referenzen durchziehen unentwegt ihr Œuvre.

Dem NAK Neuer Aachener Kunstverein ist es nun erstmals gelungen Arbeiten aus allen Schaffensphasen Dubois im Kunstverein zu versammeln. So entsteht nicht nur ein Überblick über das gesamte Werk der Künstlerin, sondern auch eine vielschichtige Ausstellung, die in sich selbst und nach außen hin Querverweise aufzeigt, neue künstlerische als auch gesellschaftliche Impulse liefert und somit unmissverständlich klarstellt: Joëlle Dubois ist aktuell eine der wichtigen feministischen Positionen der zeitgenössischen Kunst.

Joëlle Dubois (*1990 in Gent, Belgien) studierte an der LUCA School of Arts in Gent. Sie lebt und arbeitet in Gent.

Mit freundlicher Unterstützung durch:

Katalog:

Parallel zur Ausstellung wird der gleichnamige Katalog Future Nostalgia im Distanz Verlag erscheinen. Anlässlich der Finissage der Ausstellung am 11. März 2023 wird die umfangreiche Monografie mit Texten von Maurice Funken (Direktor NAK, Aachen), Philippe Van Cauteren (Direktor S.M.A.K., Gent) und Femke Vandenbosch (Kunsthistorikerin und -kritikerin, Gent) in Aachen mit einem Künstlerinnengespräch vorgestellt werden.

Edition:

Zudem wird es eine limitierte Emaileedition der Künstlerin geben, die im Kunstverein käuflich zu erwerben sein wird. Alle Details hierzu finden Sie alsbald an dieser Stelle.

 

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